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Wie
Sie die Linearität von Lautsprechern und Studios messen und Abweichungen
mit Analyser Pro Lab halbautomatisch ausgleichen können. Der Ausgangspunkt:
Das Resultat:
Und so kommen Sie step-by-step hin: Zunächst einmal müssen Sie die richtigen Soundkarten-Settings einstellen. ::
Output der Soundkarte
Bei den Wiedergabefunktionen schalten Sie das Mikrofon auf „mute“. Denn wir brauchen das Mikrofon nur für die Aufnahme. Bleibt es für die Wiedergabe eingeschaltet, kommt es zu Schleifen, die dem System gefährlich werden können. (Übrigens: Der Generator-Output Ihres Analyser Pro Lab wird über den „WAVE“-Regler des Soundkarten-Mixers geregelt.) :: Soundkarten-Input
Selektieren Sie Aufnahme.
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Soundkarten-Input ::
Kalibrierung des Inputs
Danach öffnen Sie das Comparemodul.
Noch einmal: Falls Sie es noch nicht getan haben, drehen Sie den Regler Ihres Lautsprechersystems ganz herunter! Wenn Sie “Start Comparison” drücken, sehen Sie im VU-Meter den Balken bei –14 bB für das weiße Rauschen. Stellen Sie sicher, daß der Modus „In and Out“ aktiviert ist.
Achtung:
Hierbei kann es leicht zu Übersteuerung kommen, bleiben Sie stets
unterhalb der kritischen Schwelle. Ziel ist es, Out- und In-Pegel bei
der Compare-Anzeige annähernd (plus/minus 5 Prozent sind ausreichend)
in Übereinstimmung zu bringen. Sollte der In-Pegel des VU-Meters
nicht ausreichen, dann erhöhen Sie den Pegel des Mikrofons über
den Regler Ihrer Soundkarte.
Jetzt haben Sie es geschafft, Input und Output sind kalibriert und Sie können die Comparefunktion mit “Stop Comparison” ausschalten.
Jetzt folgen drei Testrunden, mit denen Ihr Lautsprechersystem mit rosa Rauschen, weißem Rauschen und einem über die gesamte hörbare Skala gleitenden Sinuston (Sweep-Sinus) geprüft wird. Und jetzt geht’s los: Das Mikrofon ist ja bereits einen Meter vor Ihren Boxen positioniert. Sie sind in der Comparefunktion Ihres Analyser Pro Lab? Gut. Klicken Sie nun unter „Average Files“ „File4 pink noise“ an. Jetzt ertönt 5 Sekunden lang rosa Rauschen, Analyser Pro 4.2.1 nimmt automatisch die Kurven auf, jeweils in den Höchstwerten (highest Amplitude) und den Mittelwerten (average) und legt sie im Averagemodul ab.
Wenn Sie jetzt ins Averagemodul gehen und unter „Selected Files“ „File 4“ anklicken, sehen Sie diese zwei Kurven. Die glattere ist die Kurve der Mittelwerte (average), die mit den wilderen Ausschlägen die Kurve der Maximalwerte (highest Amps). Generell eignen sich die Averagekurven am besten für unsere Vergleichsmessungen..
Das gleiche Spiel wiederholen Sie jetzt für weißes Rauschen. Gehen Sie also zurück in den Comparemodus von Analyser und klicken auf „File5 White Noise“. Wieder zeichnet Ihr Anaylser Pro 4.2.1 die entsprechenden Kurven für den Comparemodus auf und Sie können sich das dort unter „Selected File 5“ ansehen. . Der letzte Test der Reihe ist ein Sinuston, der über das gesamte Spektrum gleitet (nebenbei noch ein interessanter Test für Ihr Hörvermögen). Also zurück in den Comparemodus, „File6 Sweep“ anklicken und Analyser Pro Lab für Sie arbeiten lassen. Jetzt müssen Sie noch die Referenzkurven aus den Originaldateien erstellen. Und das geht so:
Sie gehen in den Averagemodus, klicken links auf „Load File 1“, wählen in dem sich öffnenden Fenster „Pink Noise“ – und es werden die beiden Referenzkurven (Maxima und Mittelwerte) geschrieben.
Auf dem gleichen Wege erzeugen Sie bei „Load File 2“ die Referenzkurve für „White noise“ und bei „Load File 3“ die Referenzkurve für „Sweep“.
„Sweep“. Jetzt kommt der Moment der Wahrheit, in dem Ihnen Analyser die Linearitätsabweichungen Ihres Ambientes zeigt. Wenn Sie jetzt nämlich im Averagemodus unter „Compare Files“ „File 1 with 4“ anklicken, sehen Sie die Werte Ihres Systems bei rosa Rauschen verglichen mit den Idealwerten der Datei. Sie haben dabei die Möglichkeit, zwischen „Average“ und „highest Amps“ zu wählen; wobei „Average“ die empfehlenswerte Einstellung ist. Je besser Ihr Equipment ist, desto geringer ist die Abweichung zwischen Ihren Kurven und der Idealkurve.
Von den Kurven können Sie durch Anklicken bei „Create JPG“ ein Bild erzeugen, das – unter der Voraussetzung, daß Sie ein entsprechendes Viewerprogramm installiert haben – auch gleich angezeigt wird. Damit es hinterher keine Konfusion gibt, sollten Sie sich die Farben der Kurven notieren und wenn möglich in die Dateibezeichnung mit aufnehmen. Selbstverständlich können Sie natürlich auch einen ganz gewöhnlichen Screenshot machen, den Sie dann mit einem Grafikprogramnm modifizieren und beschriften können.
Und nun kommt der einmalige Zaubertrick von Analyser pro Lab: Wenn Sie jetzt rechts „Create EQ“ anklicken, erscheint die Ansicht eines 31-EQ-Boards mit exakt den Einstellungen die an Ihrem Hardware-Eq vorgenommen werden müssen, damit Ihr Lautsprechersystem in Ihrem Ambiente linear klingt! Nach dem gleichen Verfahren erhalten Sie die Abweichungen Ihrer Konfiguration bei weißem Rauschen („File 2 with 5“) und bei sweeping Sinus („File 3 with 6“).
Und wenn Sie auf die entsprechenden EQ-Settings schauen, werden Sie einige Abweichungen bemerken. Das sind keine Messfehler, sondern hängt mit den Charakteristiken Ihres Mikrofons, der Lautsprecher und des Raumes zusammen. Wir wollen das an einem Beispiel deutlich machen. Auf dem nachfolgenden Bild sehen Sie unsere Messung eines hochwertigen Mikrofons Neumann KM 84. Bereits die vom Werk unter Laborbedingungen erzeugte Linearitätskurve zeigt in den unteren Frequenzen eine bewusste Abschwächung – so wie jedes Mikrofon (außer ultralinearen Messmikrofonen) eine bewusst eingebaute Abweichung von der Linearität aufweist.
Hier sehen Sie die offiziellen Linearitätskurven unserer Lautsprecher vom Typ Yamaha NS 10-M. Sie sind ebenfalls nicht linear.
In die von Analyser Pro Lab gemessenen Kurven gehen also solche Abweichungen von der Linearität ein, hinzu kommen mannigfaltige Abweichungen, die durch Ihr Studio, Ihre Anschlüsse, Ihre Stromversorgung und etliche andere Faktoren bedingt sind. Selbst mit nachweislich ultralinearen Boxen und Mikrofonen zeigen die gemessenen Werte teilweise heftige Abweichungen von den Ideallinien. Aber keine Angst, Analyser Pro Lab kompensiert das alles. Wenn Sie die vorgegebenen EQ-Korrekturen auf Ihrem Hardware-Eq übertragen und die gleichen Meßprozeduren wiederholen, werden Sie erstaunt sein über den wunderbar ausgeglichenen Frequenzverlauf, der der Idealkurve schon erstaunlich nahe kommt. Noch ein Hinweis: Für Lautsprecher und Räume, bei denen es auf die tiefen Töne nicht so sehr ankommt, eignen sich die Tests mit weißem Rauschen am besten; für Systeme und Räume mit besonderen Anforderungen an die tiefen Töne (Sub-Woofer) sind rosa Rauschen und Sweep am besten geeignet. Viel Spaß beim Entdecken der Linearitätsgeheimnisse Ihres Studios wünscht Ihnen Ihr PAS-Team. Bitte nutzen Sie auch unser neueingerichtetes Forum für einen regen Erfahrungsaustausch.
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